Welche Lieder zu Einzug, Unterzeichnung und Auszug passen, wie viele üblich sind und was in der Kirche erlaubt ist
Kurz gesagt: Am Standesamt reichen zwei bis drei kurze Stücke, in der Kirche sind vier bis sechs üblich. Der Unterschied liegt weniger an der Länge als an den Regeln: Das Standesamt lässt euch fast freie Hand, in der Kirche entscheidet die Pfarre mit.
Beide Trauungsformen haben einen festen Ablauf, in den sich Musik einfügt statt ihn zu gestalten. Das ist der große Unterschied zur freien Trauung, wo ihr den Rahmen selbst setzt. Wer das weiß, plant entspannter und vermeidet die zwei häufigsten Enttäuschungen: ein Lieblingslied, das nicht erlaubt ist, und ein Stück, das doppelt so lang ist wie der Moment, den es begleiten soll.
Wir sind Angelika und Lukas und spielen beides, Standesamt und Kirche, im Mühlviertel und rund um Linz. Hier steht, was in der Praxis funktioniert.
Eine standesamtliche Trauung in Österreich dauert meist fünfzehn bis zwanzig Minuten. In dieser Zeit gibt es genau drei Stellen, an denen Musik sinnvoll ist.
Mehr braucht es nicht, und mehr geht sich zeitlich meist auch nicht aus. Wichtiger als die Anzahl ist die Länge: Ein Lied, das viereinhalb Minuten dauert, während der Weg zum Tisch zwanzig Sekunden braucht, wird gekürzt oder ausgeblendet. Bei uns wird das vorher abgesprochen, nicht improvisiert.
Fragt beim Standesamt, ob Live-Musik erlaubt ist und wie viel Platz im Trauungssaal frei bleibt. Beides ist fast immer unproblematisch, aber die Säle sind unterschiedlich klein. Und klärt, ob eure Zeremonie im Saal oder an einem Außenstandort stattfindet, das ändert die Akustik vollständig.
Eine kirchliche Trauung dauert deutlich länger und hat mehr musikalische Stellen: Einzug, nach der Lesung, zum Trauversprechen, zur Kommunion, zum Auszug. Vier bis sechs Stücke sind üblich.
Der entscheidende Unterschied zum Standesamt ist aber nicht die Anzahl, sondern die Zuständigkeit. Was gespielt werden darf, entscheidet die Pfarre, und die Praxis ist von Ort zu Ort verschieden. Manche Pfarren erlauben weltliche Stücke an definierten Stellen, andere bestehen durchgehend auf geistlicher Musik. Beides ist legitim, ihr solltet es nur vorher wissen.
Am Standesamt braucht ihr drei Lieder, eines zum Einzug, eines während der Unterzeichnung und eines zum Auszug. Instrumental wirkt beim Einzug oft besser als gesungen, weil noch Bewegung im Raum ist. Alle Titel hier stehen in unserem Repertoire, wir spielen sie regelmäßig und wissen, wie sie in kleinen Sälen klingen.
Das ist die stillste Stelle der Zeremonie, weil alle auf Papier schauen. Hier trägt ein Stück, das nichts verlangt.
Wenn ihr deutsche Texte wollt, funktionieren Das Beste und Ein Teil von meinem Herzen an allen drei Stellen. Für alle, die es heimisch mögen, ist Zam oid wearn die oberösterreichische Variante, und sie ist bei Trauungen in der Region jedes Mal ein Moment.
Eine standesamtliche Trauung dauert fünfzehn bis zwanzig Minuten, ein Popsong drei bis vier. Wer ein Lied ungekürzt spielt, begleitet den Moment nicht, sondern hält ihn auf. Wir kürzen deshalb auf zwei bis drei Minuten und legen das Ende dorthin, wo der Ablauf weitergeht. Das ist auch der Grund, warum Musik ab Aufnahme am Standesamt oft schlechter funktioniert als live.
In der Kirche gilt eine andere Auswahl: You Raise Me Up trägt in halligen Räumen besonders gut und wird dort fast immer akzeptiert, Perfect in der Akustikfassung ebenfalls. Was genau erlaubt ist, entscheidet die Pfarre.
Die vollständige Liste mit Empfehlungen nach Moment steht im Ratgeber zu den schönsten Hochzeitsliedern. Was Live-Musik zur Trauung kostet, steht im Ratgeber zu den Kosten für Hochzeitsmusik. Und falls ihr überlegt, zusätzlich frei zu feiern: Wie sich eine freie Trauung zur standesamtlichen verhält, steht im Ratgeber zur freien Trauung.
Wir kommen als Duo, mit zweistimmigem Gesang, Klavier und Gitarre. In einem Trauungssaal spielen wir ohne Technik, in einer Kirche ebenfalls, sofern die Akustik mitspielt. Was ihr hört, entsteht im Moment und nicht vom Band.
Vorab stimmen wir mit euch die Stellen ab, kürzen Stücke passend zum Ablauf und klären auf Wunsch direkt mit dem Standesamt oder der Pfarre, was möglich ist. Das erspart euch ein Telefonat, bei dem ihr Fachbegriffe erklären müsst, die ihr selbst gerade erst gelernt habt. Was das kostet, steht offen im Kosten-Ratgeber.
Zum Einzug ein Stück, das sich langsam aufbaut, etwa A Thousand Years instrumental. Während der Unterzeichnung etwas Ruhiges wie The Rose. Zum Auszug etwas Helles wie Marry You. Wichtiger als der Titel ist die Länge: Am Standesamt kürzen wir Stücke auf zwei bis drei Minuten, sonst läuft die Musik dem Ablauf hinterher.
Zwei bis drei genügen. Üblich sind ein Stück zum Einzug, eines während der Unterzeichnung und eines zum Auszug. Eine standesamtliche Trauung dauert in Österreich meist nur fünfzehn bis zwanzig Minuten, mehr Musik ginge sich zeitlich gar nicht aus.
Das entscheidet die jeweilige Pfarre, und die Antworten fallen unterschiedlich aus. Viele Pfarren erlauben weltliche Stücke an bestimmten Stellen, etwa zum Einzug oder zur Kommunion, andere bestehen auf geistlicher Musik. Fragt früh im Pfarrbüro nach und nennt konkrete Titel, dann bekommt ihr eine verlässliche Antwort statt eines Missverständnisses am Hochzeitstag.
Meistens nicht, wenn live gespielt wird. Trauungssäle sind klein und akustisch dankbar, ein Duo mit Gesang und Gitarre oder Klavier kommt dort ohne Technik aus. Wer Musik ab Aufnahme abspielen will, sollte dagegen vorher klären, ob ein Anschluss und ein Lautsprecher vorhanden sind.
Ob Trauungssaal, Kirche oder beides an einem Tag: Erzählt uns von eurem Ablauf, dann finden wir die passenden Stücke und die richtige Länge dafür. Die Erstberatung ist kostenlos.
Jetzt unverbindlich anfragen